Es gibt Momente, in denen man merkt, wie laut der Alltag eigentlich ist. Und wie still es werden kann, wenn man aufbricht.
Ein Rucksack. Ein früher Start. Ein Weg, der noch nicht sicher ist. Wetter, das sich ändert. Menschen, auf die man sich verlassen muss. In den Bergen wird vieles reduziert. Auf den nächsten Schritt. Auf Vertrauen. Auf den Moment.
Für mich liegt genau darin Abenteuer. Nicht im Spektakel. Nicht im perfekten Gipfelbild. Sondern in diesem Zustand, in dem man ganz wach ist. Der Körper ist gefordert, aber der Kopf wird frei.
Die Fotografien dieser Ausstellung sind in den vergangenen zwölf Jahren entstanden. Auf beruflichen Projekten und privaten Touren, allein, mit Freund:innen, mit Athlet:innen oder mit Menschen, die unterwegs Teil derselben Geschichte wurden.
Die Berge sind dabei nicht nur Kulisse. Sie schaffen Situationen, in denen Menschen sichtbar werden: in ihrer Konzentration, ihrer Freude, ihrer Unsicherheit und ihrer Ausdauer.
Ich fotografiere dokumentarisch. Nah an dem, was wirklich passiert. Möglichst ohne Inszenierung, ohne künstliche Überhöhung. Mich interessieren die Augenblicke dazwischen: der Blick vor dem Einstieg, die Pause im Wind, die Konzentration im Fels, die Freude danach.
Diese Ausstellung zeigt Bilder von Bergen, Menschen und Begegnungen. Von Anstrengung, Vertrauen, Freiheit und Erinnerung. Und von der Sehnsucht, immer wieder aufzubrechen.







