Die Polarregionen gehören für mich zu den letzten großen Wildnissen unserer Erde – fragil, majestätisch und von entscheidender Bedeutung für das globale Klima. Seit über elf Jahren begleite ich internationale wissenschaftliche Expeditionen in die Arktis und Antarktis. Meine Kamera ist dabei nicht nur ein Werkzeug, sondern eine Brücke: zwischen Forschung und Öffentlichkeit, zwischen extremen Naturbedingungen und den Menschen, die ihnen trotzen, um Erkenntnisse für die Zukunft unseres Planeten zu gewinnen.
Die Ausstellung „Abenteuer – Im Herzen des Eises“ zeigt vierzehn ausgewählte Fotografien aus den vielen Expeditionen, die meinen Weg geprägt haben. Es sind Bilder, die Stille hörbar machen und Weite spürbar. Sie erzählen von monatelangen Forschungsfahrten, von Eisbären, die neugierig am Rand des Camps auftauchen, und von Wissenschaftler*innen, die unermüdlich Daten sammeln, um unser Verständnis des Klimas zu vertiefen.
Als Schirmfrau der Ausstellung in Oberstdorf ist es mir ein Anliegen, die Polarregionen sichtbar zu machen – nicht als ferne, abstrakte Landschaften, sondern als lebendige, verletzliche Räume, deren Zukunft untrennbar mit unserer eigenen verbunden ist.